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So kommen Kind und Beruf unter einen Hut

Kind und Karriere vereinbaren? Wir geben Tipps, wie Sie beides unter einen Hut bekommen
Tipps für Eltern - Familienleben und Freizeit: So kommen Kind und Beruf unter einen Hut

Kind und Karriere in Deutschland miteinander vereinen? Das ist vielerorts immer noch ein Problem. Wo die in dieser Hinsicht als Vorbild geltenden skandinavischen Länder Familien alle möglichen Freiheiten gestatten, um den Beruf flexibler zu machen und somit mehr Zeit mit den Kindern zu bekommen, ohne dass es sich negativ auf den Lebenslauf ausschlägt, herrschen in der Bundesrepublik: starre Arbeitszeiten, ein nach wie vor nicht flächendeckendes Netz an Kita-Plätzen und unzureichende Hilfen seitens des Staates – trotz mehrere Gesetze. Zugegeben: Erlässe wie das Kindertagesstättengesetz machen das Leben von Eltern durchaus leichter als noch vor einigen Jahren. Aber die Situation ist noch weit davon entfernt, perfekt zu sein. Umso wichtiger ist es, dass Familien und Firmen sich in Eigenverantwortung der Probleme annehmen. Wie das geht, verrät der folgende Artikel.

Familien – staatlich unterstützt

Doch bevor Lösungen präsentiert werden, muss erst einmal das Problem, oder besser die Probleme, spezifiziert werden:

Situation in Deutschland - Finanzen

Mutterschaftsgeld

Arbeitende Mütter haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld – eine Ersatzleistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die während der letzten sechs Wochen vor der Geburt bis zu acht Wochen nach der Geburt gezahlt wird, um den Gehaltsausfall zu überbrücken. Momentan beträgt die Summe maximal 13 Euro pro Kalendertag. Wer Mutterschaftsgeld erhält, hat zusätzlich auch Anrecht auf einen Arbeitgeber-Zuschuss, um die Differenz zum normalen Nettogehalt auszugleichen. Es entstehen also keine Verdienstausfälle.

So kommen Kind und Beruf unter einen Hut

Elterngeld

Das Elterngeld wird nach dem Auslaufen des Mutterschaftsgeldes gezahlt und errechnet sich ebenfalls nach dem Nettoeinkommen und beträgt je nach Gehalt zwischen 65 und 100 Prozent dieser Summe. Es ist auf zwölf Monate begrenzt – Familien können jedoch eine Aufteilung erwirken, wodurch die maximale Bezugsdauer auf 14 Monate ausgedehnt werden kann. 2015 kam das ElterngeldPlus hinzu. Es richtet sich an teilzeitbeschäftigte Eltern und hat eine längere Laufzeit.

Kita-Plätze

Laut dem Kindertagesstättengesetz hat jedes Kind ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr Anspruch auf einen Kitaplatz. Doch obwohl das Gesetz klar aussagt: „Das Jugendamt hat zu gewährleisten, dass für jedes Kind ein Kindergartenplatz in zumutbarer Entfernung zur Verfügung steht.“ sieht die Realität oft etwas anders aus. Auch weil es in Deutschland nach wie vor an Kitas und Erziehern mangelt.

Situation in Deutschland – Arbeitsrecht

Arbeitsrecht in Deutschland

Mutterschutz

Vom ersten Tag der Schwangerschaft an stehen werdende Mütter unter besonderem Schutz: Einer der wichtigsten Punkte des Mutterschutzgesetzes ist, dass Mütter während der gesamten Schwangerschaft bis einschließlich vier Monate nach der Geburt unkündbar sind. Zudem verbietet es den werdenden Müttern den Kontakt mit Gefahrstoffen. Der eigentliche Mutterschutz greift jedoch sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin: Dann sind werdende Mamas von der Arbeit freigestellt – als Ersatz greift dann das Mutterschaftsgeld.

Elternzeit

Elternzeit kann im Gegensatz dazu, muss aber nicht beansprucht werden: Dabei handelt es sich um eine unbezahlte Freistellung von der Arbeit für maximal 36 Monate. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem zuzustimmen und während der Zeit die Stelle freizuhalten. Die Elternzeit kann nicht nur von Müttern, sondern auch den Vätern und auch den Großeltern genommen werden (letztere allerdings nur, wenn die Eltern keine Elternzeit beanspruchen). Allerdings: Damit müssen Eltern sich schon vor der Geburt einen genauen Plan machen, denn die "Elternzeit" muss spätestens sieben Wochen vor der Geburt beim Arbeitgeber eingereicht werden.

Kündigungsschutz

Nur auf Mütter bezogen bedeutet die Summe dieser Gesetze: Vom ersten Tag der Schwangerschaft  bis maximal zum dritten Geburtstag des Kindes dürfen Arbeitgeber der Mutter nicht kündigen und müssen zudem die Stelle freihalten. Allerdings: Es besteht nur Anspruch auf einen gleichwertigen, nicht denselben Arbeitsplatz.

Kindesbetreuung à la Mama: Karriere vs. Erziehung

Rein gesetzlich sieht also alles eigentlich gut aus. Doch wie geht es in der Realität weiter?

Vierzehn Wochen Mutterschutz – und danach?

Verpasste Momente

Bis zu zwei Monate nach der Geburt sind Mütter versorgt – wer jedoch in wirtschaftlich prekären Situationen lebt und es sich nicht leisten kann, die geringer bezahlte Elternzeit zu nehmen, hat ein Problem. Es beginnt schon damit, dass im ersten Lebensjahr wichtige Momente stattfinden, die Kinder und Mütter zusammenschweißen: Die ersten Schritte, das erste Wort… Wer jedoch arbeiten muss, weil es sonst nicht zum Leben reicht, verpasst vieles.

Geburt

Und wohin mit dem Baby?

Es besteht, wie erwähnt, ein Kita-Anspruch erst ab dem zweiten Geburtstag des Kindes. Wer jedoch vorher einen Betreuungsplatz benötigt, hat keinen Rechtsanspruch auf einen solchen Platz. Die Realität sieht also so aus, dass viele Eltern in dieser Zeit alle Not haben, einen Betreuungsplatz zu finden – zumal viele Kitas auch nur mindestens Einjährige zulassen. Die oftmals einzige Option ist dann, eine Tagesmutter zu finden.


Drei Jahre Elternzeit – zu viel?

Auf der anderen Seite steht jedoch die sehr lange Abwesenheit vom Arbeitsplatz. Und auch sie hat einige Schattenseiten.

Elternerziehung > Kitaerziehung?

Überforderung am Arbeistplatz

Grundsätzlich braucht jedes Kind die Liebe und Nähe beider Elternteile. Es zu früh in eine Kita stecken, davor schrecken viele Eltern zurück. Auch weil sie möchten, dass ihr Kleines ihre Werte vermittelt bekommt, und nur nicht die des Kita-Erziehungsplanes. Dabei vergessen sie jedoch: Ein Kind benötigt Sozialkontakteallein schon dem Immunsystem zuliebe. Zudem können ausgebildete Erzieher sehr viel besser auf die altersgemäßen Bedürfnisse eingehen, als alle noch so engagierten Eltern.

Verpasste Lernchancen?

Daneben wird immer wieder festgestellt, wie wichtig frühkindliche Erziehung ist. Natürlich, auch darüber lässt sich streiten. Aber eines ist klar: Ein Kind, das schon mit zwei Jahren in die Kita geht, kann einen Lernvorteil gegenüber einem Kind haben, das erst ein Jahr danach folgt. Die „frühen“ Kids schließen Kontakte und Freundschaften. Ein Kind, das ein Jahr später dazu stößt, hat es manchmal schwer, Anschluss zu seiner Gruppe zu finden.

Und was ist mit Papa?

Bislang befasste sich dieser Artikel nur mit den Müttern als Haupt-Akteuren von Schwangerschaft und Geburt. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass die Väter keine Rolle spielen würden. Im Gegenteil: Auch Papas haben Rechtsansprüche – allerdings leiden sie in Deutschland auch noch immer unter einem klassischen Rollenbild.

Was Vätern zusteht

Sonderurlaub

Papa-Urlaub für die Geburt des Kindes? Hier ist die Rechtslage in Deutschland keineswegs so eindeutig wie in anderen Ländern – leider: Grundsätzlich haben Väter nämlich keinen Anspruch auf eine Art „Geburts-Sonderurlaub“. Allerdings gibt es Ausnahmeregelungen, beispielsweise wenn Papa in einem Betrieb mit Tarifvertrag arbeitet, der eigene Regeln hat. Zudem existiert eine andere Art von Rechtsanspruch, nämlich der Paragraph 616 des BGB. Er besagt – aus dem Beamtendeutsch übersetzt - dass Arbeitnehmer Anspruch auf einen bezahlten Urlaub haben, wenn sie für eine „nicht erhebliche Zeit“ ohne Eigenverschulden an der Arbeitsausübung gehindert werden. Ein Anwalt übersetzt das hier folgendermaßen: „Aus dieser Regelung kann der Vater einen Anspruch auf Sonderurlaub für die Geburt des eigenen Kindes ableiten.“ Grundsätzlich sollten werdende Papas sich früh genug beim Chef melden und am besten dann schon für den errechneten Geburtstermin und die Tage drum herum normalen Urlaub beantragen. Verständnisvolle Vorgesetzte werden dann auch Flexibilität ermöglichen, wenn das Baby zu früh oder zu spät zur Welt kommt.

Vater und Baby

Väterzeit, ja oder nein?

Unbestrittenen Anspruch haben Väter jedoch auf ihren Teil der Elternzeit – könnten sie auch die volle Zeit alleine nehmen, während Mama nach dem Mutterschutz wieder arbeiten geht. In der Praxis bewährt hat sich die 50-50-Regelung. Dabei nimmt die Mutter die erste Hälfte der Elternzeit und anschließend Papa die zweite. So kommen beide zu genügend Momenten mit dem Baby und haben trotzdem immer noch keine allzu gravierenden Lücken im Lebenslauf.

Väterdiskriminierung?

Baustelle

Allerdings: Sozial akzeptiert ist dieser zuletzt genannte Ratschlag noch nicht ganz. Besonders in ausgesprochenen „Männerberufen“ gilt auch heute noch die Devise, dass Mütter sich um die Kinder kümmern sollten, während der Vater die Brötchen verdient. Egal wie man dazu steht, es ist eine Realität, die manche Väter davon abhält, längere Elternzeit zu nehmen:

Wenn die Kollegen lachen

Doch selbst wer im Baugewerbe oder anderen „harten Männerjobs“ arbeitet, sollte sich eines fragen. Was ist wichtiger:

•    Eine wie auch immer geartete Wertschätzung der Kollegen, weil man den Job oder irgendein Männlichkeitsbild als höher erachtet als die Familie.

Oder

•    Zeit, eine wirkliche Beziehung zu seinem Kind aufzubauen und nicht im Rückblick der gewesen zu sein, der immer nur abends da war und zu abgearbeitet, um noch zu spielen?

„Elternzeit? Maximal zwei Monate!“

Seit 2009 gilt für die Elternzeit eine Mindestdauer von zwei Monaten, weil die Bundesregierung alles darunter als Erholungsurlaub ansieht, der nicht wirklich ausreicht, um die Betreuung aufzuteilen und zu regeln. Und das wiederum spielt solchen Chefs in die Hände, die den Vater am liebsten ohne jegliche Kindesbetreuung im Betrieb halten würden.
Aber: Wie bereits erwähnt gelten Elternzeitrechte genauso für Väter wie für Mütter. Wer sich für längere Zeit seinem Kind widmen möchte, der sollte das auch tun – und tuschelnde Kollegen und mürrische Vorgesetzte ignorieren. Arbeit ist vieles, aber nicht alles im Leben und eine einmal versäumte Kindheit kann nie wieder nachgeholt werden.

Möglichkeiten für Eltern und Chefs

Doch natürlich gibt es auch eine Welt zwischen einem sogenannten Männlichkeitsideal und Voll-Elternzeit. Bloß: Wie angedeutet macht es der Staat den Eltern hier nicht immer leicht. Besonders dann, wenn das Geld nicht reicht. An dieser Stelle kommen dann die Arbeitgeber ins Spiel, denen vielfältige Optionen offenstehen, um ihren Angestellten zu ermöglichen, sich gleichzeitig fürs Kind und den Beruf zu engagieren.


Homeoffice

Familienfreundliche Arbeitsmodelle

Teilzeit

Als erstes gibt es da die klassische Teilzeit: Papa oder Mama kommen also nur für halbe Tage zur Arbeit oder nur für einen Teil der Woche ganztags. Das reduziert zwar das Gehalt, aber man bleibt im Beruf, was sowohl der Firma als auch dem Lebenslauf zugutekommt.

Gleitzeit

Die nächste Option heißt Gleitzeit. Sie zeigt sich dadurch, dass sie zwar nach wie vor ein klassischer Vollzeitjob ist, aber dem Arbeitnehmer viel mehr Flexibilität einräumt. Etwa, um die Arbeitszeit mit den Öffnungszeiten der Kita zu vereinbaren – was ja leider nicht immer optimal läuft und daher mit viel Geld vom Staat für die Betreuungseinrichtungen gefördert werden soll. Bei der Gleitzeit muss der Arbeitnehmer also während einer bestimmten Kernarbeitszeit anwesend sein. Die restlichen Stunden können flexibler gehandhabt werden.

Flexible Vollzeit

Ein Novum für die starre deutsche Arbeitszeitenwelt ist die flexible Vollzeit: Eine klassische Vollzeitstelle mit normaler Anwesenheitsdauer – der Arbeitnehmer kann jedoch Start- und Endpunkt mehr oder weniger frei bestimmen. Statt von acht bis fünf mit der Mittagspause von zwölf bis eins kann dann der Arbeitstag beispielsweise gänzlich um eine Stunde vor- oder auch zurückverlegt werden.

Kollege Baby?

Kinderbetreuung

Die nächsten Möglichkeiten nehmen vor allem die Firmen in die Pflicht, denn sie benötigen oftmals zusätzliche Ausgaben oder Arbeitsplätze:

Kinderbetreuung in der Firma

Bei vielen Großunternehmen, vor allem in den USA, schon länger praktiziert, kommen auch deutsche Firmen immer mehr auf den Geschmack, eine eigene Kita für die Angestellten zu etablieren. Das Prinzip ist denkbar einfach: Private Kinderbetreuung durch ausgebildete Erzieher ist in Deutschland erlaubt und mittlerweile stellen solche Einrichtungen auch die Mehrzahl der Kitaplätze. Freilich rentiert sich das aber nur für große Firmen, in denen immer mehrere Angestellte Kinder im Kita-Alter haben. Dann aber entbindet es Eltern und Chef von praktisch allen Sorgen:
•    Die Öffnungszeiten sind kein Problem, sie decken sich mit der Arbeitszeit.
•    Der Mitarbeiter hat sein Kind praktisch in "Griffreichweite" und kann sich mental voll auf die Arbeit konzentrieren.
•    Die Firma muss keine aufwendigen flexiblen Arbeitszeitmodelle einrichten.
•    Zudem steht der Mitarbeiter mit seiner Arbeitskraft schnellstens wieder in Vollzeit zur Verfügung.
Für kleinere Unternehmen, bei denen sich eine eigene Kita nicht rentieren würde, bietet sich jedoch auch immer der Verbund mit anderen Firmen auf diesem Gebiet an: Also mehrere Firmen eröffnen zusammen eine Betreuungseinrichtung nur für ihre Mitarbeiter. Und für die ersten Lebensmonate existiert noch eine weitere Option:

Babys im Büro

In Büroberufen bietet es sich nämlich auch an, das Kind mit zur Arbeit zu bringen. Solange es nicht durch Weinen den Arbeitsablauf stört, ist das eine hervorragende Maßnahme für beide Seiten.



Für den Boss

Chefs, die in Kindern keine Vorteile, sondern nur Umstände fürs Unternehmen sehen, sollten hingegen folgendes bedenken:

Hier wächst auch deine Zukunft

Deutschland liegt bei der Geburtenrate auf den hintersten Plätzen weltweit. Einige Studien sehen in der Bundesrepublik gar das Schlusslicht des ganzen Planeten. Und deshalb ist ausnahmslos jedes Kind ein Grund zur Freunde, denn es ist der aktive Kampf gegen Fachkräftemangel von morgen – und auch des Chefs Rente muss dereinst von jemandem bezahlt werden. Große Firmen haben das längst erkannt und greifen durch angepasste Personalpolitik den Eltern unter die Arme. Dies betrifft selbst Eltern, die sich noch in der Ausbildungszeit befinden.

Etwas mehr Nachsicht, bitte!

Baby im Büro

Zudem ist ein Kind, gerade für Erst-Eltern eine der einschneidensten Umstellungen ihres ganzen Lebens und sorgt immer für viel Stress, alleine schon durch die nächtliche Schlafunterbrechung. Wer hier den Mitarbeitern noch Knüppel zwischen die Beine wirft und erbarmungslos Einsatz fordert, schneidet sich ins eigene Fleisch: Denn die Leistung wird dann garantiert absinken.

Hilfe für Überstunden & Urlaubspläne

Daneben bietet es sich für Vorgesetzte immer noch an, sich externe Hilfen ins Haus zu holen, um den Mitarbeiter zumindest teilweise zu ersetzen. Erste Anlaufstelle in diesem Fall sind Zeitarbeitsfirmen. Und wer Probleme hat, Urlaubspläne zu erstellen, findet online diverse Hilfen. Zudem bieten auch manche Krankenkassen die Online-Urlaubsplanung an.

Für Eltern

Rechte einfordern ist nicht dreist

Für Papas und Mamas gilt jedoch vor allem: Sie haben Rechte – und diese bei der Firmenleitung einzufordern, ist weder dreist noch illoyal, sondern eine schiere Notwendigkeit, denn ein Kind benötigt schlicht und ergreifend Zuwendung. Bei allen Arbeitsplatzsorgen sollte hier niemand zu weit greifen und die Familie hinter den Beruf stellen.

Ein Kind braucht beide Elternteile

Außerdem gilt: Ein Kind erblüht am besten, wenn es beide Elternteile als Papa und Mama wahrnehmen und lieben lernen kann. Das ist der Grund, warum auch bei Alleinerziehenden der andere Elternteil oftmals ein Besuchsrecht zugesprochen bekommt. Schon bloßes Wickeln und Baden schafft eine enge emotionale Bindung – die jedoch von Anfang an etabliert werden sollte.

Überstunden: Nicht übertreiben

Familie

Und genau aus diesem Grund sollten Eltern, die regulär arbeiten gehen, es nicht mit den Überstunden übertreiben (und Chefs auch an dieser Stelle große Nachsicht walten lassen): Es greift immer die goldene Regel, dass die ersten Lebensjahre die wichtigsten sind. In denen nicht nur die Grundlage des ganzen Kindescharakters gelegt wird, sondern auch die Momente stattfinden, die unwiederbringliches Elternglück bescheren. Viele Eltern konnten aufgrund von freiwilligen oder erzwungenen Überstunden Entwicklungsschritte ihres Kindes nur aus zweiter Hand erfahren – und bezahlten mit Selbstvorwürfen und manchmal sogar einer schwierigen Beziehung zum Kind. Wer das alles vermeiden will, hält die Hand unten, wenn nach Freiwilligen für Mehrarbeit gesucht wird – und zeigt als Chef auch nicht jedes Mal auf den frischgebackenen Vater, wenn es darum geht, ein Team für den nächsten mehrtägigen Außentermin zusammenzustellen.

Zusammenfassung und Fazit

Nur wenn Papa, Mama und der Chef an einem Strang ziehen, gelingt der Spagat
Die deutsche Gesetzgebung ist mehr als lückenhaft, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht. Und die niedrige Geburtenrate für die Zukunft negative Folgen haben. Jedes Kind sollte als freudiges Ereignis angesehen werden – für dessen Erziehung nicht nur die Eltern, sondern auch die Vorgesetzten Hilfe bieten und annehmen sollten.

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Häufig gestellte Fragen

Ist Karriere mit Kind möglich?

Job, Kinder, Partner und Haushalt, berufstätige Eltern müssen sich oft zwischen verschiedenen Rollen zerreißen und wissen manchmal nicht, wie sie alles unter einen Hut bekommen. An Karriere ist dabei nicht zu denken? Oder doch? Wer eine Führungsposition besetzen möchte, muss in der Regel Vollzeit arbeiten. Hier ist die Frage, ob sich dies vereinbaren lässt. Der geplante Ausbau einer ganztägigen Kinderbetreuung ist hilfreich. Wer bereits ein Kind oder Kinder hat, wird von vielen Firmen lieber eingestellt und befördert, denn die Chance einer erneuten Schwangerschaft ist wesentlich geringer. Letztendlich ist es eine Frage der Organisation. Wo die Prioritäten liegen, muss jeder für sich entscheiden.


Was ist wichtiger, Kind oder Karriere?

Viele fragen sich, ob sie den Kinderwunsch aufschieben sollten, um sich erst einmal um den beruflichen Erfolg kümmern zu können. Die Statistiken zeigen, dass eine spätere Mutterschaft im Trend liegt. Wer es zu einer gut bezahlten Führungskraft gebracht hat, kann sich in der Folge eine private Kinderbetreuung leisten. Zum anderen steigen jedoch mit zunehmendem Alter auch die gesundheitlichen Risiken der Schwangerschaft. Schlimmstenfalls klappt es gar nicht mehr. Zudem muss jeder für sich entscheiden, was einem wichtiger ist, Kind oder Karriere. Die Doppelbelastung ist, gerade wenn man Karriere macht, nicht immer so einfach. Viele Frauen brauchen keine Karriere, um glücklich zu sein. Sie gehen in der Mutterrolle völlig auf. Männer hingegen definieren sich oft über berufliche Erfolge.


Welches sind Gründe für die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Dass die Kombination aus Job und Familie eine Herausforderung darstellt, ist kein Geheimnis. Es erfordert eine Menge Organisation und Planung. Unvorhergesehenes, wie ein krankes Kind, darf dabei nicht passieren. Viele gelangen durch die Mehrfachbelastung sogar an ihre eigenen Grenzen. Neben dem Beruf gibt es weitere Verpflichtungen rund um das Kind oder die Kinder und den Haushalt. Es gibt mangelnde Betreuungsangebote und oftmals sind die Kosten hoch. Die unsichere Arbeitsplatzsituation, zum Beispiel durch einen befristeten Arbeitsvertrag, ist ebenso hinderlich. Einige Paare entscheiden sich aufgrund von Zukunftsängsten gegen ein Kind. Erhöhter Stress, sowohl körperlich als auch psychisch, kann auf Dauer krank machen und zum Burnout-Syndrom führen, wie die angestiegenen Zahlen seit einigen Jahren verdeutlichen.


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