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Tipps für Eltern - Familienleben und Freizeit: So kommen Kind und Beruf unter einen Hut

So kommen Kind und Beruf unter einen Hut

Kind und Karriere vereinbaren? Wir geben Tipps, wie Sie beides unter einen Hut bekommen

Kind und Karriere in Deutschland miteinander vereinen? Das ist vielerorts immer noch ein Problem. Wo die in dieser Hinsicht als Vorbild geltenden skandinavischen Länder Familien alle möglichen Freiheiten gestatten, um den Beruf flexibler zu machen und somit mehr Zeit mit den Kindern zu bekommen, ohne dass es sich negativ auf den Lebenslauf ausschlägt, herrschen in der Bundesrepublik: starre Arbeitszeiten, ein nach wie vor nicht flächendeckendes Netz an Kita-Plätzen und unzureichende Hilfen seitens des Staates – trotz mehrere Gesetze. Zugegeben: Erlässe wie das Kindertagesstättengesetz machen das Leben von Eltern durchaus leichter als noch vor einigen Jahren. Aber die Situation ist noch weit davon entfernt, perfekt zu sein. Umso wichtiger ist es, dass Familien und Firmen sich in Eigenverantwortung der Probleme annehmen. Wie das geht, verrät der folgende Artikel.

1) Familien – staatlich unterstützt

Doch bevor Lösungen präsentiert werden, muss erst einmal das Problem, oder besser die Probleme, spezifiziert werden:

1.1 Situation in Deutschland - Finanzen

1.1.1 Mutterschaftsgeld

Arbeitende Mütter haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld – eine Ersatzleistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die während der letzten sechs Wochen vor der Geburt bis zu acht Wochen nach der Geburt gezahlt wird, um den Gehaltsausfall zu überbrücken. Momentan beträgt die Summe maximal 13 Euro pro Kalendertag. Wer Mutterschaftsgeld erhält, hat zusätzlich auch Anrecht auf einen Arbeitgeber-Zuschuss, um die Differenz zum normalen Nettogehalt auszugleichen. Es entstehen also keine Verdienstausfälle.

So kommen Kind und Beruf unter einen Hut

1.1.2 Elterngeld

Das Elterngeld wird nach dem Auslaufen des Mutterschaftsgeldes gezahlt und errechnet sich ebenfalls nach dem Nettoeinkommen und beträgt je nach Gehalt zwischen 65 und 100 Prozent dieser Summe. Es ist auf zwölf Monate begrenzt – Familien können jedoch eine Aufteilung erwirken, wodurch die maximale Bezugsdauer auf 14 Monate ausgedehnt werden kann. 2015 kam das ElterngeldPlus hinzu. Es richtet sich an teilzeitbeschäftigte Eltern und hat eine längere Laufzeit.

1.1.3 Kita-Plätze

Laut dem Kindertagesstättengesetz hat jedes Kind ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr Anspruch auf einen Kitaplatz. Doch obwohl das Gesetz klar aussagt: „Das Jugendamt hat zu gewährleisten, dass für jedes Kind ein Kindergartenplatz in zumutbarer Entfernung zur Verfügung steht.“ sieht die Realität oft etwas anders aus. Auch weil es in Deutschland nach wie vor an Kitas und Erziehern mangelt.

1.2 Situation in Deutschland – Arbeitsrecht

Arbeitsrecht in Deutschland

1.2.1 Mutterschutz

Vom ersten Tag der Schwangerschaft an stehen werdende Mütter unter besonderem Schutz: Einer der wichtigsten Punkte des Mutterschutzgesetzes ist, dass Mütter während der gesamten Schwangerschaft bis einschließlich vier Monate nach der Geburt unkündbar sind. Zudem verbietet es den werdenden Müttern den Kontakt mit Gefahrstoffen. Der eigentliche Mutterschutz greift jedoch sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin: Dann sind werdende Mamas von der Arbeit freigestellt – als Ersatz greift dann das Mutterschaftsgeld.

1.2.2 Elternzeit

Elternzeit kann im Gegensatz dazu, muss aber nicht beansprucht werden: Dabei handelt es sich um eine unbezahlte Freistellung von der Arbeit für maximal 36 Monate. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem zuzustimmen und während der Zeit die Stelle freizuhalten. Die Elternzeit kann nicht nur von Müttern, sondern auch den Vätern und auch den Großeltern genommen werden (letztere allerdings nur, wenn die Eltern keine Elternzeit beanspruchen). Allerdings: Damit müssen Eltern sich schon vor der Geburt einen genauen Plan machen, denn die "Elternzeit" muss spätestens sieben Wochen vor der Geburt beim Arbeitgeber eingereicht werden.

1.2.3 Kündigungsschutz

Nur auf Mütter bezogen bedeutet die Summe dieser Gesetze: Vom ersten Tag der Schwangerschaft  bis maximal zum dritten Geburtstag des Kindes dürfen Arbeitgeber der Mutter nicht kündigen und müssen zudem die Stelle freihalten. Allerdings: Es besteht nur Anspruch auf einen gleichwertigen, nicht denselben Arbeitsplatz.

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