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Wann sollte mein Kind zum Psychotherapeuten?

Wutanfälle, Niedergeschlagenheit, Aggressivität: Kennen Sie solche Verhaltensweisen von Ihrem Kind? Wir helfen Ihnen zu erkennen, wann Sie professionelle Hilfe suchen sollten.
Tipps für Eltern - Wichtige Fragen von Eltern: Wann sollte mein Kind zum Psychotherapeuten?


© Dmytro Zinkevych / shutterstock.com

In der Schule hagelt es schlechte Noten, Mama und Papa haben sich getrennt oder Mitschüler:innen werden zu fiesen Mobbern: Auch Kinder und Jugendliche geraten oft in Lebenssituationen, die zu einer psychischen Störung führen können. Auch genetische Eigenschaften und der individuelle Charakter spielen dabei eine Rolle. In Deutschland leidet jedes zwanzigste Kind an einer psychischen Krankheit, die behandelt werde sollte. Das zeigt eine Studie des Bundes der Psychotherapeuten Kammer. Besonders verbreitet sind Depressionen und Aufmerksamkeitsstörungen, weiß Eva Weinstock-Kroczek. Sie ist leitende Psychologin an der Klinik in Nürnberg.  

Eva Weinstock-Kroczek, leitende Psychologin an der Klinik in Nürnberg   
© privat; Psychologin Eva Weinstock-Kroczek.

Dennoch muss Sie als Eltern nicht jede Verhaltensauffälligkeit Ihres Kindes alarmieren. Leichte psychische Schwierigkeiten können ein normaler Teil der Entwicklung sein und sind oft nur vorübergehend. Nicht immer ist eine Behandlung nötig.

Wann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?  
Es gibt allerdings Warnsignale, die Sie als Eltern ernst nehmen sollten. Bedenklich seien vor allem plötzliche Veränderungen im Verhalten eines Kindes. „Zum Beispiel, wenn ein Kind immer fröhlich ist und auf einmal traurig und lustlos wirkt“, erklärt die Psychologin Weinstock-Kroczek. Auch bei Verhaltensweisen, die die Gesundheit gefährden, sollten Eltern nicht wegschauen: „Holen Sie sich in jedem Fall professionelle Hilfe, wenn sich Ihr Kind selbst verletzt oder sagt, es wolle nicht mehr leben“, appelliert Weinstock-Korczek. Auch Kinder, die viel zu wenig oder viel zu viel essen, würden häufig unter psychischen Problemen leiden. Im Jugendalter seien übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum oft ein Hilfeschrei. Findet ein Kind dauerhaft keine Freunde oder wird es gegenüber Mitschüler:innen schnell handgreiflich, empfiehlt die Psychologin ebenfalls, einen Kinder- und Jugendpsychiater aufzusuchen.  

An wen wende ich mich?
Bei leichten Verhaltensauffälligkeiten rät Weinstock-Korzek, zunächst das Gespräch mit Lehrkräften oder Erziehenden zu suchen. Kommen Sie zu dem Ergebnis, dass Ihr Kind professionelle Hilfe braucht, ist Ihr Kinderarzt der erste Ansprechpartner. Dieser wird Ihr Kind gegebenenfalls zu einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie überweisen. Der Facharzt entscheidet dann, welche Art der Therapie nötig ist, zum Beispiel eine Verhaltens- oder Psychotherapie. Je nachdem, wie schwer die psychische Störung ist, darf der Psychiater auch Medikamente, wie Antidepressiva verschreiben. Für die nachfolgende Therapie wird der Arzt Sie und Ihr Kind an einen geeigneten Kinderpsychotherapeuten verweisen.

Keine Schuldzuweisungen
Natürlich machen Sie sich als Eltern Sorgen, wenn Ihr Kind sich auffällig verhält oder die Diagnose einer psychischen Störung erhält. Viele haben Angst, in ihrer Rolle als Eltern versagt zu haben und schuld am Zustand Ihres Kindes zu sein. Zwar können die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Familie Einfluss auf die psychische Gesundheit haben, aber es gibt auch viele andere Gründe, die verantwortlich für die Situation Ihres Kindes sein können. Weisen Sie sich nicht selbst die Schuld zu, sondern versuchen Sie, für Ihr Kind da zu sein. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie Verständnis für seine Gefühle haben und diese ernst nehmen. Gibt es Probleme in der Familie, kann es auch sinnvoll sein, eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen.

Haben Sie nicht zu viel Sorge: Viele psychischen Störungen, die im Kinder- und Jugendalter auftreten, sind nicht von Dauer und lassen sich heilen. Verlieren sie nicht den Mut – gemeinsam stehen Sie und Ihr Kind die Krise durch!

Interview und Text: Franziska Back.

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