Gedichte zu den Heiligen Drei Königen

Gedichte für Kinder zum Dreikönigstag

Rund um den 6. Januar sind Jahr für Jahr die Sternsinger unterwegs. Am Dreikönigstag erinnern sie mit Gesang und Segenswünschen an die drei Weisen aus dem Morgenland, die den neugeborenen Jesus mit Gold, Weihrauch und Myrrhe beschenken. Die Redakteure von Schule und Familie haben für Sie die besten Gedichte rund um die Heiligen Drei Könige zusammengestellt.

Die heil'gen Drei Könige

Kaspar, Melchior und Balthasar

Die heil' gen Drei Könige aus dem Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
"Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?"

Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht,
die Könige zogen weiter,
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie,
die heil' gen Drei Könige sangen.

Heinrich Heine (1797-1856)

Epiphanias

Kirchenfenster mit Kaspar, Melchior und Balthasar

Die Heil'gen Drei König' mit ihrem Stern,
Sie essen, sie trinken, und bezahlen nicht gern;
Sie essen gern, sie trinken gern,
Sie essen, trinken, und bezahlen nicht gern.

Die Heil'gen Drei König' sind kommen allhier;
Es sind ihrer drei und sind nicht ihrer vier;
Und wenn zu dreien der vierte wär',
So wär' ein Heil'ger Drei König mehr.

Ich Erster bin der Weiß' und auch der Schön',
Bei Tage solltet ihr erst mich sehn!
Doch ach, mit allen Spezerein
Werd' ich sein Tag kein Mädchen mir erfreu'n.

Ich aber bin der Braun' und bin der Lang',
Bekannt bei Weibern wohl und bei Gesang.
Ich bringe Gold statt Spezerei'n;
Da werd' ich überall willkommen sein.

Ich endlich bin der Schwarz' und bin der Klein'
Und mag auch wohl einmal recht lustig sein.
Ich esse gern, ich trinke gern,
Ich esse, trinke und bedanke mich gern.

Die Heil'gen Drei König' sind wohlgesinnt,
Sie suchen die Mutter und das Kind;
Der Joseph fromm sitzt auch dabei,
Der Ochs und Esel liegen auf der Streu.

Wir bringen Myrrhen, wir bringen Gold,
Dem Weihrauch sind die Damen hold;
Und haben wir Wein von gutem Gewächs,
So trinken wir drei so gut als ihrer sechs.

Da wir nun hier schöne Herrn und Frau'n.
Aber keine Ochsen und Esel schau'n,
So sind wir nicht am rechten Ort
Und zieh'n unseres Weges weitet fort.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

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Die Anbetung der Weisen

Lichter durchs verschneite Fenster

O König du im armen Stall,
wir fallen auf’s Antlitz vor dir,
der Engel jubelnden Widerhall,
im Herzen hören ihn wir.

Mimm hin den Weihrauch, Myrrh’n und Gold,
nimm hin des Morgenlandes Gut.'
Wir stehen , o König in deinem Sold,
wir leben in deiner Hut.

Im Weihrauch steig’ das Gebet empor
Zu deinem Angesicht,
tu’ auf deiner Gnade weites Tor,
verschmähe die Bittenden nicht!

Die Myrrhe deutet die Bitterkeit,
dass du zu leiden kamst;
doch auch, dass du die Schmerzen geweiht,
von ihnen den Stachel nahmst.

Wie lautres Gold sei unsre Lieb’,
so unverfälscht und rein.
Was uns an Hab’ und Schätzen blieb,
all dies, o König, sei dein.

Josef Gabriel Rheinberger (1893-1901)

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