Osterhäslein

Zwei Hasen sitzen in einer grünen Wiese.

Drunten an der Gartenmauer
hab` ich sehn das Häslein lauern.
Eins, zwei, drei: Legt´s ein Ei,
lang wird´s nimmer dauern.

Kinder lasst uns niederducken!
Seht ihr´s ängstlich um sich gucken?
Ei, da hüpft´s und da schlüpft´s
durch die Mauerlucken.

Und nun sucht in allen Ecken,
wo die schönsten Eier stecken,
rot und blau und grün und grau
und mit Marmorflecken.

Friedrich Güll (1812-1879)

Ostern am Meer 

Tulpen und bunte Eier an Ostern.

Es war daheim auf unserm Meeresdeich.
Ich ließ den Blick am Horizonte gleiten.
Zu mir herüber scholl verheißungsreich
mit vollem Klang das Osterglockenläuten.

Wie brennend Silber funkelte das Meer.
Die Inseln schwammen auf dem hohen Spiegel,
die Möwen schossen blendend hin und her,
eintauchend in die Flut die weißen Flügel.

In tiefer Erde bis zum Deichesrand
war sammetgrün die Wiese aufgegangen.
Der Frühling zog prophetisch über Land.
Die Lerchen jauchzten, und die Knospen sprangen.

Entfesselt ist die urgewaltge Kraft.
Die Erde quillt, die jungen Säfte tropfen.
Und alles treibt, und alles webt und schafft.
Des Lebens vollste Pulse hör ich klopfen.

Theodor Storm (1817-1888)

Osterjubel 

Bunt geschmückter Osterglockenstrauß.

Jetzt ist der Himmel aufgetan,
jetzt hat er wahres Licht!
Jetzt schauet Gott uns wieder an
mit gnädigem Gesicht.
Jetzt scheinet die Sonne
der ewigen Wonne!
Jetzt lachen die Felder,
jetzt jauchzen die Wälder,
jetzt ist man voller Fröhlichkeit.

Jetzt ist die Welt voll Herrlichkeit
und voller Ruhm und Preis.
etzt ist die wahre goldne Zeit
wie einst im Paradeis.
Drum lasset uns singen
mit Jauchzen und Klingen,
frohlocken und freuen;
Gott in der Höh sei Lob und Ehr.

Jesus, du Heiland aller Welt,
dir dank ich Tag und Nacht,
dass du dich hast zu uns gesellt
und diesen Jubel bracht.
Du hast uns befreiet,die Erde erneuet,
den Himmel gesenket,
dich selbst uns geschenket,
dir, Jesus, sei Ehre und Preis.

Angelus Silesius (1624-1677)

Ostern 

Süßes Küken und bunte Ostereier.

Da ist nun unser Osterhase!
Er stellt das Schwänzchen in die Höh
und schnuppert hastig mit der Nase
und tanzt sich einen Pah de döh!

Dann geht er wichtig in die Hecken
und tut, was sonst nur Hennen tun:
Er möchte sein Produkt verstecken,
um sich dann etwas auszuruhn.

Das gute Tier! Ein dicker Lümmel
nahm ihm die ganze Eierei
und trug beim Glockenbammelbimmel
sie zu der Liebsten nahebei.

Da sind sie nun. Bunt angemalt
sagt jedes Ei: "Ein frohes Fest!"
Doch unter ihren dünnen Schalen
liegt, was sich so nicht sagen lässt.

Iss du das Ei! Und lass dich küssen
zu Ostern und das ganze Jahr...
Iss nun das Ei! Und du wirst wissen,
was drinnen in den Eiern war!

Kurt Tucholsky (1890-1935)

Die Sonne geht im Osten auf

Osterhase, Osterküken und bunte Ostereier

Die Sonne geht im Osten auf,
der Osterhas` beginnt den Lauf.
Um seinen Korb voll Eier sitzen
drei Häslein, die die Ohren spitzen.

Der Osterhas` bringt just ein Ei
da fliegt ein Schmetterling herbei.
Dahinter strahlt das blaue Meer
mit Sandstrand vorne und umher.

Der Osterhas' ist eben fertig
das Kurtchen auch schon gegenwärtig!
Nesthäkchen findet - eins, zwei, drei,
ein rot' , ein blau' , ein lila Ei.

Ein Ei in jedem Blumenkelche!
Seht, seht, selbst hier,
selbst dort sind welche!

Ermüdet leicht im Morgenschein
schlief Kurtchen auf der Wiese ein.
Die Glocken läuten bim, bam, baum
und Kurtchen lächelt zart im Traum.

Di di didl dum dei,
wir tanzen mit unsern Hasen
umgefasst, zwei und zwei,
auf schönem, grünen Rasen.

Christian Morgenstern (1871-1914)

Das Osterei

Eine reihe bunter Ostereier in einer grünen Wiese

Hei, juchei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort.

Hier ein Ei, dort ein Ei
bald sind`s zwei und drei!
Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.

Hier ein Ei! Dort ein Ei!
Bald sind es zwei und drei.

August Heinrich von Fallersleben (1798-1874)

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Has, Has, Osterhas

Osterhase auf einer Wiese

Has, Has, Osterhas,
wir möchten nicht mehr warten.
Der Krokus und das Tausendschön,
Vergissmeinnicht und Tulpe stehn
schon lang in unserm Garten.

Has, Has, Osterhas,
mit deinen bunten Eiern!
Der Star lugt aus dem Kasten raus.
Blühkätzchen sitzen um sein Haus.
Wann kannst du Frühling feiern?

Has, Has, Osterhas,
ich wünsche mir das Beste:
ein großes Ei, ein kleines Ei,
dazu ein lustig Didldumdei.
Und alles in dem Neste.

Paula Dehmel (1862-1918)


Zu Weihnachten getanzt im Schnee, zu Ostern Frost im Zeh.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)


Wer den „stillen Freitag“ und den Ostertag nicht hat, der hat keinen guten Tag im Jahr.

Martin Luther (1483 – 1546)


Das Herz hat auch seine Ostern, wo der Stein vom Grabe springt, den wir dem Staub nur weihten. Und was du ewig liebst, ist ewig dein.

Emanuel Geibel (1815 - 1884)

Im Licht der Ostersonne bekommen die
Geheimnisse der Erde ein anderes Licht.

Friedrich von Bodelschwingh (1831 - 1910)

Halleluja!

Rosa Hyazinthe

Es ist Ostern.
Lasst uns mit Freunden einander umarmen.
Es ist Ostern, die Erlösung von Schmerz und Tod.
Es ist der Tag der Auferstehung.
Lasst uns, ihr Brüder,
Bruder sagen auch zu denen,
die uns hassen!
Verzeihen wir alles
um der Auferstehung willen!

Lateinisches Sprichwort

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