Alban Eiler

Am 21. März wurde von den Kelten das Vogelfest »Alban Eiler« gefeiert. Dieses Fest markierte den Beginn des Frühlings. Traditionsgemäß ging das Volk von der Morgendämmerung bis zum Vormittag hinaus, um auf die Rückkehr der Zugvögel zu warten. Wenn dies erfolgreich war, wurde in der Gewissheit des angebrochenen Frühlings anschließend geschmaust und gefeiert. Die heutige Verbindung von Eiern und Küken mit dieser Zeit ist ein Überrest der druidischen Beziehung.

Unbekannt

Ostern

Weidenkätzchen

Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
Lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
bei der Glocken Feierklang,
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
tönt das Auferstehungslied,
und empor im Himmelsstrahle
schwebt er, der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole
wird das frohe Osterfest,
dass der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verlässt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
dass sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht.

Ferdinand von Saar (1833 – 1906) 


Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich.

Wilhelm Busch (1832 - 1908)

Osterbotschaft

Osterbotschaft - Auferstanden!
tönt's in allen Christenlanden,
weckt der Geister Hochgesang.

Tritt auch du aus deinen Falten
zu den höheren Gestalten,
Seele, Gott sei dein Gesang!

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Ostergedicht

Stoff-Osterhase und bunte Schokoladen-Ostereier

Wenn die Schokolade keimt,
wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
Glockenklingen sich auf Lenzesschwingen
endlich reimt,
und der Osterhase hinten auch schon presst,
dann kommt bald das Osterfest.

Und wenn wirklich dann mit Glockenklingen
Ostern naht auf Lenzesschwingen, 
dann mit jenen Dichterlingen
und mit deren jugendlichen Bräuten
draußen schwelgen mit berauschten Händen
ach, das denk ich mir entsetzlich,
außerdem – unter Umständen –
ungesetzlich.

Aber morgens auf dem Frühstückstische
fünf, sechs, sieben flaumweich gelbe frische
Eier. Und dann ganz hineingekniet!
Ha! Da spürt man, wie die Frühlingwärme
durch geheime Gänge und Gedärme
in die Zukunft zieht,
und wie dankbar wir für solchen Segen
sein müssen.

Ach, ich könnte alle Hennen küssen,
die so langgezogene Kugeln legen.

Joachim Ringelnatz (1883 - 1934)


Bei uns ist alle Tage Ostern, nur daß man einmal im Jahr Ostern feiert.

Martin Luther (1483-1546) 

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Wer vom Ölberg kommt, hat den Tod überwunden.

Sprichwort

Karfreitag

Dornenkrone und Nägel

Karfreitags Krone. Heldenkönig! Einsames Haupt.
Verstoßen. Erheben
Die feige Flucht verdammender Hände.
Ein suchender führender Quell.

Wenn ich erhöht sein werde, will ich alle zu mir ziehen.
Und die Welt, die schwere Welt, die leichtsinnschwere Welt,
Fast schon oben, reißt ab, eine Wunde reißt auf,
Der Seele, Wunde des Leibes, Wunde des Todes:

Vater verzeihe ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.
Zum schmerzlichen Hohn der Dornenkrone
Fallen kühlende Tropfen fühlender Größe.
Dem bedeutenden, einsamen Menschen an seinem Tage nahe sei,

So ist stiller Freitag, so ist Ostern
Trauerhelles Opferglück.
Abschiednehmendes Wiedersehn.

Peter Hille (1854 – 1904)

Zur Osterzeit

Osterhase

Ist das ein Ostern! – Schnee und Eis
hielt noch die Erde fest umfangen;
frostschauernd sind am Weidenreis
die Palmenkätzchen aufgegangen.

Verstohlen durch den Wolkenflor
blitzt hie und da ein Sonnenfunken –
es war, als sei im Weihnachtstraum
die schlummermüde Welt versunken.

Es war, als sollten nimmermehr
ins blaue Meer die Segel gehen,
im Park ertönen Finkenschlag,
und Veilchenduft das Tal durchwehen.

Und dennoch, Seele, sei gewiss:
Wie eng sich auch die Fesseln schlingen,
es wird der Lenz, das Sonnenkind,
dem Schoß der Erde sich entringen.

Dann sinkt dahin wie Nebelflor
auch all dein Weh und deine Sorgen,
und veilchenäugig lacht dich an
ein goldner Auferstehungsmorgen!

Clara Müller-Jahnke (1860 - 1905)


Wer an Ostern nach Eiern sucht, hat an Weihnachten die Bescherung.

Unbekannt

Frei von Tod und Banden
Vom Grabe ist der Herr erstanden
und grüßet, die da sein.

Und wir sind frei von Tod und Banden
und von der Sünde Moder rein.
Ich soll mich freun an diesem Tage.

Ich freue mich, mein Jesu Christ.
Und wenn im Aug‘ ich Tränen trage,
du weißt doch, dass es Freude ist.

Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848)

Trauergesang von der Not Christi am Ölberg in dem Garten

Jesus am Kreuz

Bei stiller Nacht zur ersten Wacht
Ein Stimm gund zu klagen;
Ich nahm in acht, was die doch sagt,
Tat hin mit Augen schlagen.

Ein junges Blut, von Sitten gut,
Alleinig, ohn Gefahrten,
In großer Not, fast halber tot,
Im Garten lag auf Erden.

Es war der liebe Gottessohn,
Sein Haupt hat er in Armen,
Viel weiß und bleicher als der Mon,
Ein Stein es möcht erbarmen.

"Ach, Vater, liebster Vater mein,
Und muss den Kelch ich trinken?
Und mags dann ja nit anders sein?
Mein Seel nit lasse versinken!"

"Ach, liebes Kind, trink aus geschwind,
Dirs lasse in Treuen sagen.
Sei wohl gesinnt, bald überwind,
Den Handel musst du wagen."

"Ach, Vater mein, und kanns nit sein,
Und muss ichs je dann wagen,
Will trinken rein den Kelch allein,
Kann dirs ja nit versagen.

Doch Sinn und Mut erschrecken tut,
Soll ich mein Leben lassen.
O bitter Tod! mein Angst und Not
Ist über alle Maßen.

Maria zart, jungfräulich Art,
Sollst du mein Schmerzen wissen,
Mein Leiden hart zu dieser Fahrt,
Dein Herz wär schon gerissen.

Ach, Mutter mein, bin ja kein Stein,
Das Herz mir durft zerspringen;
Sehr große Pein muss nehmen ein,
Mit Tod und Marter ringen.

Ade, ade, zu guter Nacht,
Maria, Mutter milde!
Ist niemand, der denn mit mir wacht
In dieser Wüsten wilde?

Ein Kreuz mir vor den Augen schwebt,
O weh der Pein und Schmerzen!
Dran soll ich morgen wern erhebt,
Das greifet mir zu Herzen.

Viel Ruten, Geißel Skorpion,
In meinen Ohren sausen.
Auch kommt mir vor ein dörnern Kron
O Gott, wen sollt nit grausen?

Zu Gott hab ich gerufen zwar,
Aus tiefen Todesbanden;
Dennoch ich bleib verlassen gar,
Ist Hilf noch Trost vorhanden.

Der schöne Mon will untergohn,
Vor Leid nit mehr mag scheinen;
Die Sternen lan ihr Glitzen stahn,
Mit mir sie wollen weinen.

Kein Vogelsang noch Freudenklang
Man höret in den Lüften,
Die wilden Tier traurn auch mit mir
In Steinen und in Klüften.

Friedrich von Spee-Langenfeld (1591 – 1635)

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