Frühlingsgedichte für Kinder

Frühlingsgedichte für Kinder

Der Winter ist vorbei, Frühling liegt in der Luft. Knospen sprießen, die ersten Blüten und hellgrüne Blätter an den Bäumen treiben aus. Um den Frühling richtig willkommen zu heißen, haben die Redakteure von Schule und Familie die allerschönsten Frühlingsgedichte, Sprüche und Zitate zusammengestellt. Lesen Sie unsere Verse gemeinsam mit Ihrem Kind oder lernen Sie sie zusammen auswendig.

Eine Biene sitzt auf einem Gänseblümchen.

Er ists

Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bists!
Dich hab ich vernommen.

Eduard Mörike (1804-1875)

Lob des Frühlings 

Saatengrün, Veilchenduft, 
Lerchenwirbel, Amselschlag, 
Sonnenregen, linde Luft!

Wenn ich solche Worte singe, 
braucht es dann noch große Dinge,
Dich zu preisen, Frühlingstag!

Ludwig Uhland (1787 - 1862)

Frühzeitlicher Frühling 

Hellgrüne Blätter im Frühlingssonnenschein

Tage der Wonne,
kommt ihr so bald?
Schenkt mir die Sonne,
Hügel und Wald?

Reichlicher fließen
Bächlein zumal.
Sind es die Wiesen?
Ist es das Tal?

Blauliche Frische!
Himmel und Höh'!
Goldene Fische
wimmeln im See.

Buntes Gefieder
rauschet im Hain,
himmlische Lieder
schallen darein.

Unter des Grünen
blühender Kraft
naschen die Bienen
summend am Saft.

Leise Bewegung
bebt in der Luft,
reizende Regung,
schläfernder Duft.

Mächtiger rühret
bald sich ein Hauch,
doch er verlieret
gleich sich im Strauch.

Aber zum Busen
kehrt er zurück:
Helfet, ihr Musen,
tragen das Glück!

Saget, seit gestern
wie mir geschah?
Liebliche Schwestern,
Liebchen ist da!

Johann Wolfgang Goethe (1749-1832)

Frühling

Bunte Blumen vor blauem Himmel.

Was rauschet,  was rieselt,  was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!"
Was knospet, was keimet,  was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!"
Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
"Der Frühling, der Frühling!" - Da wusst' ich genug!

Heinrich Seidel (1842 - 1906)

An den Frühling

Frühlingswald mit hellgrünen Blättern.
Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!

Ei! Ei! Da bist ja wieder!
Und bist so lieb und schön!
Und freun wir uns so herzlich,
entgegen dir zu gehn.

Denkst auch noch an mein Mädchen?
Ei, Lieber, denke doch!
Dort liebte mich das Mädchen,
und 's Mädchen liebt mich noch!

Für's  Mädchen manches Blümchen
erbettelt ich von dir
Ich komm und bettle wieder,
Und Du? Du gibst es mir?

Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!

Friedrich von Schiller (1759-1805)

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Frühling

Frühlingswiese in den Bergen.

Über kürzlich erst gedüngte
Wiesen zieht der Blumenflor,
Und Natur, die sich verjüngte,
Kommt uns schön und lieblich vor.

Lämmer springen, Ziegen hüpfen,
Alle Tiere dünkt es recht,
Liebedurstig anzuknüpfen
Mit dem anderen Geschlecht.

Spatzen, Tauben, Stare, Schwalben
Paaren sich, und auch das Huhn
Will im Feld und allenthalben
Mit dem Hahn dasselbe tun.

Stolz erfüllt den muntern Gockel,
Und das Weibchen schwimmt im Glück.
Nur der arme Pfarrerzwockel
Zieht sich in sich selbst zurück.

Liebesglück und Liebesschmerzen
Sind ihm fremd et cetera.
Denn er kennt nur Frauenherzen,
Die er durch ein Astloch sah.

Ludwig Thoma (1867-1921)

Frühlings Ankunft

Marienkäfer auf Blüten eines Obstbaumes.

Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel, alle!
Welch ein Singen, Musiziern,
Pfeifen, Zwitschern, Tiriliern!
Frühling will nun einmarschiern,
kommt mit Sang und Schalle.

Wie sie alle lustig sind,
flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star
und die ganze Vogelschar
wünschet dir ein frohes Jahr,
lauter Heil und Segen.

Was sie uns verkünden nun,
nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
lustig wie die Vögelein,
hier und dort, feldaus,
feldeinsingen, springen, scherzen!

August Heinrich von Fallersleben (1798-1874)

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