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Die 100+ zauberhaftesten Frühlingsgedichte für Kinder

Wir präsentieren Ihnen die schönsten Frühlingsgedichte. Unsere Gedichte können Sie gemeinsam lesen oder mit Ihrem Kind auswendig lernen und der Familie vortragen.

Vorgefühl

Das ist der Frühling nicht allein,
Der durch die Bäume dränget
Und wie im Fass der junge Wein
Die Reifen fast zersprenget,

Der Frühling ist ja zart und kühl,
Ein mädchenhaftes Säumen,
Jetzt aber wogt es reif und schwül
Wie Julinächte träumen.

Es blinkt der See, es rauscht die Bucht,
Der Mond zieht laue Kreise,
Der Hauch der Nachtluft füllt die Frucht,
Das Gras erschauert leise.

Das ist der Frühling nicht allein,
Der weckt nicht solche Bilder.

Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)


Verheißung

Fühlst Du durch die Winternacht
Durch der kalten Sternlein Zittern
Durch der Eiskristalle Pracht
Wie sie flimmern und zersplittern,

Fühlst nicht nahen laue Mahnung,
Keimen leise Frühlingsahnung?
Drunten schläft der Frühlingsmorgen
Quillt in gährenden Gewalten

Und, ob heute noch verborgen,
Sprengt er rings das Eis in Spalten:
Und in wirbelnd lauem Wehen
Braust er denen, die's verstehen.

Hörst Du aus der Worte Hall,
Wie sie kühn und trotzig klettern
Und mit jugendlichem Prall
Klirrend eine Welt zerschmettern:

Hörst Du nicht die leise Mahnung,
Warmen Lebensfrühlings Ahnung?

Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)


Blütenreife

Die Blüten schlafen am Baume
In schwüler, flüsternder Nacht,
Sie trinken in duftigem Traume
Die flimmernde, feuchte Pracht.

Sie trinken den lauen Regen,
Den glitzernden Mondenschein,
Sie zittern dem Licht entgegen,
Sie saugen es taumelnd ein:

Sie sprengen die schweigende Hülle
Und gleiten berauscht durch die Luft
Und sterben an der Fülle
Von Glut und Glanz und Duft.

Das war die Nacht der Träume,
Der Liebe schwül gärende Nacht,
Da sind mit den Knospen der Bäume
Auch meine Lieder erwacht.

Sie sprengten die schweigende Hülle
Und glitten berauscht durch die Luft
Und starben an der Fülle
Von Glut und Glanz und Duft.

Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)


Wer sich nach dem Frühling sehnt, darf nicht auf den Nussbaum sehen.

Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)


Winter ist – aber die Knospen wissen es besser.

Unbekannt

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O Frühling, deine Sprache ist mir ein süßer Gesang, den ich mit meinen innersten Gefühlen begleite!

Unbekannt


Märzlied

Eh noch der Lenz beginnt,
Schnee von den Bergen rinnt,
Singet das Vöglein schon
Freudigen Ton.

Noch blüht kein Veilchen blau,
Noch ist der Wald so grau;
Was mag das Vöglein
Denn so erfreun?

Wärme und heller Schein
Hauchen ihm Ahnung ein:
Bald kommt mit neuem Glück
Frühling zurück.

Voll dieser Fröhlichkeit
Singts ob der dürren Heid‘,
Lernt auf den künft‘gen Mai
Lieder sich neu.
Unbekannt

Ja es umgibt uns eine neue Welt!
Der Schatten dieser immer grünen Bäume
Wird schon erfreulich. Schon erquickt uns wieder
Das Rauschen dieser Brunnen, schwankend wiegen

Im Morgenwinde sich die jungen Zweige.
Die Blumen von den Beeten schauen uns
Mit ihren Kinderaugen freundlich an.
Der Gärtner deckt getrost das Winterhaus

Schon der Citronen und Orangen ab,
Der blaue Himmel ruhet über uns
Und an dem Horizonte lös't der Schnee
Der fernen Berge sich in leisen Duft.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Frühling übers Jahr 

Das Beet schon lockert
Sich's in die Höh'
Da wanken Glöckchen
So weiß wie Schnee;

Safran entfaltet
Gewaltg'e Glut,
Smaragden keimt es
und keimt wie Glut.

Primeln stolzieren
So naseweis,
Schalkhafte Veilchen
Versteckt mit Fleiß;

Was auch noch alles
Da regt und webt,
Genug, der Frühling
Er wirkt und lebt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Die Nachtigall, sie war entfernt,
Der Frühling lockt sie wieder;
Was Neues hat sie nicht gelernt,
Singt alte, liebe Lieder.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


März

Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Dass von den Blümlein allen,
Dass von den Blümlein allen

Wir werden hocherfreut.
Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem falschen Schein,
Die Schwalbe selber lüget,

Warum? Sie kommt allein!
Sollt' ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,

Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Der späte Mond, der zur Nacht noch anständig leuchtet, verblasst vor der aufgehenden Sonne; der Liebeswahn des Alters verschwindet in Gegenwart leidenschaftlicher Jugend; die Fichte, die im Winter frisch und kräftig erscheint, sieht im Frühling verbräunt und missfärbig aus neben hellaufgrünender Birke.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Ich sah den Lenz einmal,
Erwacht im schönsten Tal;
Ich sah der Liebe Licht
Im schönsten Angesicht.

Und wandl‘ ich nun allein
Im Frühling durch den Hain,
Erscheint aus jedem Strauch
Ihr Angesicht mir auch.

Nikolaus Lenau (1802-1850)


Frühlingsgedränge

Frühlingskinder im bunten Gedränge,
Flatternde Blüthen, duftende Hauche,
Schmachtende, jubelnde Liebesgesänge
Stürzen an's Herz mir aus jedem Strauche.

Frühlingskinder mein Herz umschwärmen,
Flüstern hinein mit schmeichelnden Worten,
Rufen hinein mit trunkenem Lärmen,
Rütteln an längst verschlossenen Pforten.

Frühlingskinder, mein Herz umringend,
Was doch sucht ihr darin so dringend?
Hab' ich's verrathen euch jüngst im Traume,
Schlummernd unter dem Blüthenbaume?

Brachten euch Morgenwinde die Sage,
Dass ich im Herzen eingeschlossen
Euren lieblichen Spielgenossen,
Heimlich und selig – ihr Bildniss trage?

Nikolaus Lenau (1802-1850)


Noch immer, Frühling, bist du nicht
Gekommen in mein Tal,
Wo ich dein liebes Angesicht
Begrüß das letzte Mal.

Frühblumen wähnten dich schon hier,
Frost bringt sie um ihr Glück,
Sie sehnten sich hinaus nach dir,
Und können nicht zurück.

Noch stehn die Bäume dürr und bar
Um deinen Weg herum
Und strecken, eine Bettlerschar,
Nach dir die Arme stumm.

Die Schwalbe fliegt bestürzt umher
Und ruft nach dir voll Gram,
Bereut schon, dass sie über‘s Meer
Zu früh herüber kam.

Nikolaus Lenau (1802-1850)


Primula veris

Liebliche Blume,
Bist du so früh schon
Wiedergekommen?
Sei mir gegrüßet,

Primula veris!

Leiser denn alle
Blumen der Wiese
Hast du geschlummert,
Liebliche Blume,

Primula veris!

Dir nur vernehmbar
Lockte das erste
Sanfte Geflüster
Weckenden Frühlings,

Primula veris!

Mir auch im Herzen
Blühte vor Zeiten
Schöner denn alle
Blumen der Liebe,
Primula veris!

Nikolaus Lenau (1802-1850)


Frühlingsblick

Durch den Wald, den dunklen, geht
Holde Frühlingsmorgenstunde,
Durch den Wald vom Himmel weht
Eine leise Liebeskunde.

Selig lauscht der grüne Baum,
Und er taucht mit allen Zweigen
In den schönen Frühlingstraum,
In den vollen Lebensreigen.

Blüht ein Blümlein irgendwo,
Wird's vom hellen Tau getränket,
Das einsame zittert froh,
Dass der Himmel sein gedenket.

In geheimer Laubesnacht
Wird des Vogels Herz getroffen
Von der großen Liebesmacht,
Und er singt ein süßes Hoffen.

All das frohe Lenzgeschick
Nicht ein Wort des Himmels kündet;
Nur sein stummer, warmer Blick
Hat die Seligkeit entzündet.

Also in den Winterharm,
Der die Seele hielt bezwungen,
Ist ein Blick mir, still und warm,
Frühlingsmächtig eingedrungen.

Nikolaus Lenau (1802-1850)


Frühling

Die warme Luft, der Sonnenstrahl
Erquickt mein Herz, erfüllt das Tal.
O Gott! wie deine Schritte tönen!
In tiefer Lust die Wälder stöhnen;

Die hochgeschwellten Bäche fallen
Durch Blumen hin mit trunknem Lallen;
Sein bräutlich Lied der Vogel singt,
Die Knosp in Wonne still zerspringt;

Und drüber goldner Wolken Flug;
Die Liebe ist in vollem Zug.
An jeder Stelle möcht ich liegen;
Mit jedem Vogel möcht ich fliegen,

Ich möchte fort und möchte bleiben,
Es fesselt mich und will mich treiben.
O Lenz, du holder Widerspruch:
Ersehnte Ruh und Friedensbruch,

So heimatlich und ruhebringend,
So fremd, in alle Ferne dringend.
Das Frühlingsleuchten, treu und klar,
Erscheint dem Herzen wunderbar

Ein stehngebliebner Freudenblitz,
In Gottes Herz ein offner Ritz;
Und wieder im Vorübersprung
Ein Himmel auf der Wanderung;

Ein irrer Geist, der weilend flieht
Und bang das Herz von hinnen zieht.
Ich wandle irr, dem Himmel nach,
Der rauschend auf mich niederbrach;

O Frühling! Trunken bin ich dein!
O Frühling! Ewig bist du mein!

Nikolaus Lenau (1802-1850)


Vorfrühling

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,

greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit ins Land und zeigen’s.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)


Will dir den Frühling zeigen,
der hundert Wunder hat.
Der Frühling ist waldeigen
und kommt nicht in die Stadt.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)


Im Märzen der Bauer

Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt
Er setzt seine Felder und Wiesen in Stand.

Er pflüget den Boden er egget und sät
und rührt seine Hände früh morgens und spät

Die Bäu´rin, die Mägde sie dürfen nicht ruh´n
sie haben in Haus und Garten zu tun.

Sie graben und rechen und singen ein Lied
sie freu´n sich, wenn alles schön grünet und blüht.

So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei
Da erntet der Bauer das duftende Heu

Er mäht das Getreide dann drischt er es aus
Im Winter da gibt es manch fröhlichen Schmaus.

Volksgut

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