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Die 100+ zauberhaftesten Frühlingsgedichte für Kinder

Wir präsentieren Ihnen die schönsten Frühlingsgedichte. Unsere Gedichte können Sie gemeinsam lesen oder mit Ihrem Kind auswendig lernen und der Familie vortragen.

Frühling ist wiedergekommen. Die Erde
ist wie ein Kind, das Gedichte weiß;
viel, o viele ... Für die Beschwerde
langen Lernens bekommt sie den Preis.

Streng war ihr Lehrer. Wir mochten das Weiße
an dem Barte des alten Manns.
Nun, wie das Grüne, das Blaue heiße,
dürfen wir fragen: sie kanns, sie kanns!

Erde, die frei hat, du glückliche, spiele!
nun mit den Kindern. Wir wollen dich fangen,
fröhliche Erde. Dem Frohsten gelingts.
O, was der Lehrer sie lehrte, das Viele,

und was gedruckt steht in Wurzeln und langen
schwierigen Stämmen: sie singts, sie singts!

Rainer Maria Rilke (1875-1926)


Ein Frühlingswind

Mit diesem Wind kommt Schicksal; lass, o lass
es kommen, all das Drängende und Blinde,
vor dem wir glühen werden –: alles das.
(Sei still und rühr dich nicht, dass es uns finde.)

O unser Schicksal kommt mit diesem Winde.
Von irgendwo bringt dieser neue Wind,
schwankend vom Tragen namenloser Dinge,
über das Meer her was wir sind.

Wären wirs doch. So wären wir zuhaus.
(Die Himmel stiegen in uns auf und nieder.)
Aber mit diesem Wind geht immer wieder
das Schicksal riesig über uns hinaus.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)


Frühling

Die Vögel jubeln – lichtgeweckt –,
die blauen Weiten füllt der Schall aus;
im Kaiserpark das alte Ballhaus
ist ganz mit Blüten überdeckt.

Die Sonne schreibt sich hoffnungsvoll
ins junge Gras mit großen Lettern.
Nur dorten unter welken Blättern
seufzt traurig noch ein Steinapoll.

Da naht ein Lüftchen, fegt im Tanz
hinweg das gelbe Blattgeranke
und legt um seine Stirn, die blanke,
den blauenden Syringenkranz.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)


Schon, horch, hörst du der ersten Harken

Arbeit; wieder den menschlichen Takt
in der verhaltenen Stille der starken
Vorfrühlingserde. Unabgeschmackt
scheint dir das Kommende. Jenes so oft
dir schon Gekommene scheint dir zu kommen
wieder wie Neues. Immer erhofft,
nahmst du es niemals. Es hat dich genommen.

Selbst die Blätter durchwinterter Eichen
scheinen im Abend ein künftiges Braun.
Manchmal geben sich Lüfte ein Zeichen.
Schwarz sind die Sträucher. Doch Haufen von Dünger
Lagern als satteres Schwarz in den Aun.
Jede Stunde, die hingeht, wird jünger.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)


Vorfrühling

Vorfrühling seufzt in weiter Nacht,
dass mir das Herze brechen will;
Die Lande ruh'n so menschenstill,
nur ich bin aufgewacht.

O horch, nun bricht des Eises Wall
auf allen Strömen, allen Seen;
Mir ist, ich müsste mit vergeh'n
und, Woge, wieder auferstehen,
zu neuem Klippenfall.

Die Lande ruh‘n so menschenstill;
Nur hier und dort ist wer erwacht,
und meine Seele weint und lacht,
wie es der Tauwind will.

Christian Morgenstern (1871-1914)


Frühlingsahnung

Rosa Wölkchen überm Wald
wissen noch vom Abendrot dahinter
überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.

Unterm Monde silberweiß,
zwischen Wipfeln schwarz und kraus
flügelt eine Fledermaus
ihren ersten Kreis.

Rosa Wölkchen überm Wald
wissen noch vom Abendrot dahinter
überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.

Christian Morgenstern (1871-1914)


Vorfrühling

Die blätterlosen Pappeln stehn so fein,
so schlank, so herb am abendfahlen Zelt.
Die Amseln jubeln wild und bergquellrein,
und wunderlich in Ahnung ruht die Welt.

Gespenstische Gewölke, schwer und feucht,
zerschatten den noch ungesternten Raum
und Übergraun, im sinkenden Geleucht.
Gebirg und Grund, ein krauser, trunkner Traum.

Christian Morgenstern (1871-1914) 


Wenn so der erste feine Staub 
des Sommers auf die Blätter fällt – 
dann ade, du Frühlingswelt! 
Dann ade, du junges Laub! 

Ach, wie sterben die Frühlinge schnelle!
Wenn erst das Auge sich versöhnt
mit all dem Grün und Weiß und Rot,
da beginnt des Frühlings Tod,

da versommern wir verwöhnt...
Ach, wie sterben die Frühlinge schnelle!
Und dann schauen wir vom Hügel,
wie das Land sich müde sonnt...

Leblos steht ein Mühlenflügel,
wie ein Kreuz, am Horizont.
Ach, wie sterben die Frühlinge schnelle!

Christian Morgenstern (1871-1914)


Butterblumengelbe Wiesen

Butterblumengelbe Wiesen,
sauerampferrot getönt,
o du überreiches Sprießen,
wie das Aug dich nie gewöhnt!
Wohlgesangdurchschwellte Bäume,
wunderblütenschneebereift –
ja, fürwahr, ihr zeigt uns Träume,
wie die Brust sie kaum begreift.

Christian Morgenstern (1871-1914)


Es ist doch im April fürwahr, der Frühling weder halb noch gar!
Komm Rosenbringer, süßer Mai, komm du herbei!
So weiß ich, dass es Frühling sei.

Eduard Mörike (1804-1875)


So fühlt auch mein alter, lieber
Adam Herbst- und Frühlingsfieber...
Also bist du nicht so schlimm, o alter
Adam, wie die strengen Lehrer sagen.

Eduard Mörike (1804-1875)

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Der Himmel glänzt vom reinsten Frühlingslichte, 
Ihm schwillt der Hügel sehnsuchtsvoll entgegen,
Die starre Welt zerfließt in Liebessegen,
Und schmiegt sich rund zum zärtlichsten Gedichte.

Wenn ich den Blick nun zu den Bergen richte,
Die duftig meiner Liebe Tal umhegen -
O Herz, was hilft dein Wiegen und dein Wägen,
Dass all der Wonnestreit in dir sich schlichte!

Du, Liebe, hilf den süßen Zauber lösen,
Womit Natur in meinem Innern wühlet!
Und du, o Frühling, hilf die Liebe beugen!
Lisch aus, o Tag! Lass mich in Nacht genesen!

Indes ihr sanften Sterne göttlich kühlet,
Will ich zum Abgrund der Betrachtung steigen.

Eduard Mörike (1804-1875)

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