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Die 120+ zauberhaftesten Blumengedichte für Kinder

Mit Blumen kann man einem lieben Menschen eine Freude machen. Noch besser: ein Gedicht oder ein passendes Zitat beilegen. Werfen Sie einen Blick auf unsere Auswahl!


Für eine Rose gibt es nur einen einzigen Gärtner auf der Welt.

Bernard Le Bovier de Fontenelle (1657-1757)


Luft und Licht sind die Liebhaber der Blumen, aber das Licht ist der Begünstigte. Zum Licht wenden sie sich, verschwindet es, so rollen sie ihre Blätter zusammen und schlafen in der Umarmung der Luft ein.

Hans Christian Andersen (1805-1875)


Vergessen sah im Buch ich liegen

Vergessen sah im Buch ich liegen
Ein Blümchen, das den Duft verlor;
Und seltsame Gedanken stiegen
In meiner Seele da empor:

Wo blühte es? in welchem Jahre?
Wie lange? und wer pflückt' es ab?
Stak einem Mädchen es im Haare?
Warum fand es im Buch sein Grab?

Erinnerung an ein Wiedersehen,
An eines Abschieds Schmerzgewalt,
An einsames Spaziergehen
Im stillen Feld, im dunklen Wald?

Ist sie noch seines Lebens Freude?
Wo sind sie nun, an welchem Ort?
Sind Glück und Leben schon für beide,
Wie diese Blume hier, verdorrt?

Alexander Sergejewitsch Puschkin (1799-1837)


Blumen, die man geschickt bekommt, sind viel spannender als mitgebrachte.

Franz Hessel (1880-1941)


Es blüht ein Blümchen irgendwo,
in einem stillen Tal,
das schmeichelt Aug und Herz so froh
wie ein Abendsonnenstrahl.

Gottfried August Bürger (1747-1794)


Wer die Blume des Frühlings pflückt,
versteht die glücklichste Kunst.

Ernst Moritz Arndt (1769-1860)


Der Brennnessel ganz nah ist oft die Rose.

Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.)


Das Veilchen

Ein Veilchen auf der Wiese stand
Gebückt in sich und unbekannt;
Es war ein herziges Veilchen.

Da kam eine junge Schäferin,
Mit leichtem Schritt und munterm Sinn,
Daher, daher,
Die Wiese her, und sang.

Ach! denkt das Veilchen, wär ich nur
Die schönste Blume der Natur,
Ach, nur ein kleines Weilchen,
Bis mich das Liebchen abgepflückt
Und an dem Busen matt gedrückt!

Ach nur, ach nur
Ein Viertelstündchen lang!
Ach! aber ach! das Mädchen kam
Und nicht in acht das Veilchen nahm,
Ertrat das arme Veilchen.

Es sank und starb und freut' sich noch:
Und sterb ich denn, so sterb ich doch
Durch sie, durch sie,
Zu ihren Füßen doch.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Gärtnerinnen

Euren Beifall zu gewinnen,
Schmückten wir uns diese Nacht,
Junge Florentinerinnen
Folgten deutschen Hofes Pracht;
Tragen wir in braunen Locken
Mancher heitern Blume Zier;
Seidenfäden, Seidenflocken
Spielen ihre Rolle hier.

Denn wir halten es verdienstlich,
Lobenswürdig ganz und gar,
Unsere Blumen, glänzend künstlich,
Blühen fort das ganze Jahr.
Allerlei gefärbten Schnitzeln
Ward symmetrisch recht getan;
Mögt ihr Stück für Stück bewitzeln,
Doch das Ganze zieht euch an.

Niedlich sind wir anzuschauen,
Gärtnerinnen und galant;
Denn das Naturell der Frauen
Ist so nah mit Kunst verwandt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Ein Blumenglöckchen

Vom Boden hervor
War früh gesprosset
In lieblichem Flor;
Da kam ein Bienchen
Und naschte fein
Die müssen wohl beide
Für einander sein.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Ich wollte dir heute Morgen Rosen bringen;
Doch das Band meiner Schürze konnte die Fülle nicht zwingen.
So viele Blüten raffte ich in meinem Schoß.

Marceline Desbordes-Valmore (1786-1859)


Die stille Wasserrose

Die stille Wasserrose
Steigt aus dem blauen See,
Die feuchten Blätter zittern,
Der Kelch ist weiß wie Schnee.

Da gießt der Mond vom Himmel
All seinen goldnen Schein,
Gießt alle seine Strahlen
In ihren Schoß hinein.

Im Wasser um die Blume
Kreiset ein weißer Schwan;
Er singt so süß, so leise,
Und schaut die Blume an.

Er singt so süß, so leise,
Und will im Singen vergehn
O Blume, weiße Blume,
Kannst du das Lied verstehn?

Emanuel Geibel (1815-1884)


Eine Blume, die in der Dürre erblüht, ist die Seltenste und Schönste von allen.

Aus China


Die Blumen haben mir wieder gar schöne Eigenschaften zu bemerken gegeben, bald wird es mir gar hell und licht über alles Lebendige.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Die Rose im Thal

Von Berg zum Thal das Waldhorn klang;
Im blühenden Thal das Mägdlein sang:
Von der Rose, der Rose im Thal!

Der Jäger hörte des Mägdlein Sang;
Seinem Waldhorn bei dem Lied verklang:
Von der Rose, der Rose im Thal!

Der Jäger dort oben lauschte so bang:
Als leise das Lied im Thal verklang:
Von der Rose, der Rose im Thal!

Er zog gar stille die Berge entlang,
Und immer im Ohre das Lied ihm klang:
Von der Rose, der Rose im Thal!

Heinrich Seidel (1842-1906)


Die Rose sprach zum Mägdelein

Die Rose sprach zum Mägdelein:
Ich muss dir ewig dankbar sein,
dass du mich an den Busen drückst
und mich mit deiner Huld beglückst.
 
Das Mägdlein sprach: O Röslein mein,
bild' dir nur nicht zu viel drauf ein,
dass du mir Aug und Herz entzückst.
Ich liebe dich, weil du mich schmückst!

Wilhelm Busch (1832-1908)


Wenn Blumen, gleichgültig welcher Farben und Formen, zusammenstehen, kann niemals ein Bild der Disharmonie entstehen.

Vincent van Gogh (1853-1890)


Gottes Blumen können überall blühen!

Ferdinande Maria Theresia Freiin von Brackel (1835-1905)

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Röslein am Wege

Röslein am Wege
Sah auf meinen Wegen
Eine Rose stehn,
Lachte mir entgegen
Jung und morgenschön.
Durft‘ nicht lange sehen
Schmelz und purpurrot,
Musste weitergehen
Röslein, schütz‘ dich Gott!

Paul Keller (1873-1932)


Rätsel

Es hat ein Röslein
Im Garten geblüht,
In lichten Farben
Hat's herrlich geglüht.

Doch eines Tages,
Da war es geknickt,
Hinab zur Erde,
Zum Staube gedrückt.

Wer ist die Blume,
Gebrochen im Wahn?
Und wer der Gärtner,
Der es getan?

Paul Keller (1873-1932)


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